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Wie Keramiksand im 3D-Druck Anwendung findet

Die Anwendung von Keramiksand im 3D-Druck bezieht sich hauptsächlich auf die Herstellung von Gusskernen, Formen oder direkt geformten Keramikteilen mittels Binder-Jetting-Technologie auf Pulverbettbasis. Dies ist eine Schlüsseltechnologie im industriellen Gießen und in der High-End-Fertigung. Im Folgenden werden die Anwendungsprinzipien, Prozesse, Vorteile und spezifischen Anwendungsbereiche detailliert erläutert:

I. Kerntechnologie und Prinzipien
Technologiename: Binder Jetting 3D-Druck (gehört zur Kategorie „3D-Sandformdruck“).

Funktionsprinzip:

Pulverauftrag: Auf die Druckplattform wird eine Schicht aus extrem feinem Keramiksand (üblicherweise Quarz- oder Zirkonsand) aufgetragen.

Binder Jetting: Ähnlich wie bei einem Tintenstrahldrucker spritzt der Druckkopf gezielt flüssiges Harzbindemittel auf bestimmte Bereiche der Sandschicht, basierend auf den Slicing-Daten des 3D-Modells.

Aushärtung und Laminierung: Das Bindemittel dringt schnell in die Sandpartikel ein und härtet sie aus, wodurch die Struktur der aktuellen Schicht entsteht. Anschließend senkt sich die Plattform ab und trägt eine neue Schicht Sandpulver auf. Dieser Vorgang wird wiederholt, bis das Werkstück fertiggestellt ist.

Nachbearbeitung: Nach dem Druck wird das Werkstück in ungehärtetes Sandpulver eingebettet. Nach dem Herausnehmen wird es sandgestrahlt und anschließend je nach Bedarf einer Nachbearbeitung wie Trocknung und Imprägnierung unterzogen.

II. Detaillierter Bewerbungsprozess –
Materialvorbereitung:

Keramischer Sand muss Anforderungen wie hohe Reinheit, einheitliche Partikelgröße (typischerweise 100-300 Mikrometer) und gute Fließfähigkeit erfüllen, um Druckgenauigkeit und Oberflächenqualität zu gewährleisten.

Als Bindemittel dient ein spezielles Harz (z. B. Furanharz oder Phenolharz), das für schnelles Eindringen und Aushärtungsfestigkeit sorgen muss.

Druckprozess:

Es ist keine Stützkonstruktion erforderlich; das ungebundene Sandpulver bildet auf natürliche Weise eine Stütze, die das Drucken von extrem komplexen Geometrien (wie Hohlkanälen und unregelmäßig gekrümmten Oberflächen) ermöglicht.

Wichtige Nachbearbeitungsschritte:

Reinigung: Lose Sandpartikel werden mit Druckluft weggeblasen.

Aushärtung und Verstärkung: Typischerweise wird eine Niedrigtemperatur-Einbrennung (~200℃) oder eine Imprägnierung mit speziellen Beschichtungen (wie z. B. Kieselsol) durchgeführt, um die Kernfestigkeit und die Beständigkeit gegen Schmelzmetallerosion zu verbessern.

Direkt zum Gießen: Der behandelte Keramiksandkern/die Form wird in eine traditionelle Sandform eingesetzt und flüssiges Metall hineingegossen.

III. Kernvorteile
* **Formfreie, flexible Fertigung:** Komplexe Gusskerne werden direkt aus digitalen Modellen gefertigt, wodurch die Einschränkungen herkömmlicher Formen überwunden werden. Dies eignet sich besonders für Prototypen, Kleinserienfertigung und komplexe Strukturgussteile.

* **Hohe Präzision und Oberflächenqualität:** Feine Strukturen können gedruckt werden (die minimale Wandstärke kann 1-2 mm erreichen), und die Oberflächenrauheit kann Ra 12-25 μm erreichen, wodurch die nachfolgende Bearbeitung reduziert wird.

* **Extreme Designfreiheit:** Es können Formen realisiert werden, die mit herkömmlichen Methoden nicht hergestellt werden können, wie z. B. interne, konturnahe Kühlkanäle, Mehrkammerstrukturen und Hohlstrukturen. Dadurch werden die Bauteileigenschaften optimiert (z. B. geringes Gewicht, gleichmäßige Wärmeableitung).

* **Material- und Kosteneffizienz:** Nicht verbrauchtes Sandpulver kann recycelt und wiederverwendet werden (Recyclingquote typischerweise >95%), geeignet für große Werkstücke (bis zu mehreren Metern Länge).

* **Schnelle Lieferung:** Der Zyklus von den Zeichnungen bis zur einsatzbereiten Sandform/zum einsatzbereiten Kern kann von Wochen auf Tage verkürzt werden.

IV. Hauptanwendungsbereiche
* **Hochwertige Gießereiindustrie:**

* **Motorblöcke/Zylinderköpfe:** Kerne zur Herstellung komplexer Wasserkühlkanäle. Luft- und Raumfahrtkomponenten: Gussformen für Turbinenschaufeln und Lufteinlässe (unter Verwendung von hochtemperaturbeständigem Zirkonsand oder Keramiksand).

Pumpen/Ventile/Hydraulikkomponenten: Teile mit komplexen Strömungskanälen.

Direkte Herstellung funktionaler Keramik:

Poröse Keramikfilter, Katalysatorträger, feuerfeste Bauteile usw. können durch Hochtemperatursintern nach dem Drucken hergestellt werden.

Kunst und Architektur:

Prototypen oder Gussformen für den Direktguss von großen Skulpturen und dekorativen Bauteilen.

V. Technologische Herausforderungen und Entwicklungsherausforderungen
:

Festigkeit und Sprödigkeit: Keramische, sandgedruckte Teile sind relativ spröde und erfordern daher eine Nachbearbeitung zur Verstärkung.

Maßgenauigkeitskontrolle: Wird von Faktoren wie der Sandkorngröße und der Bindemitteldiffusion beeinflusst und erfordert daher eine präzise Anpassung der Prozessparameter.

Umweltschutz und Sicherheit: Bindemittel können flüchtige Stoffe enthalten, daher ist eine Belüftung erforderlich; Staubprobleme müssen bei der Aufbereitung von altem Sand berücksichtigt werden.

Frontier Directions:

Nano-Bindemittel/Kompositsand: Verbesserung der Festigkeit und Oberflächengüte von gedruckten Teilen.

Intelligente Nachbearbeitung: Einsatz von KI zur Optimierung von Back- und Imprägnierprozessen.

Multimaterialdruck: Einbetten von kühlenden Kupferrohren oder Sensoren in Sandformen zur Herstellung von „intelligenten Formen“.

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